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Tips & tricks (alle angaben gelten für sommer 2000):
Zoll + steuer: touristen sind von der verkaufs- und luxusSteuer befreit, solange sie die waren ins ausland mitnehmen.
Bekleidung: der winter ist mild, nachts ist aber eine warme jacke angeraten. Gute wanderSchuhe, hut, sonnenBrille, sonnenSchutzCreme, feuchtigkeitsCreme, lippenBalsam + insektenSchutzMittel sollten dabei sein. In den einheimischen läden gibt es auch waschPulver mit insektenSchutzMittel. Im sommer - vor allem im norden - sollte man unter einem moskitoNetz schlafen. Die kleidung ist hell. Baden im winter kaum möglich (16° C).
Zeitung: deutschsprachig ist die Allgemeine Zeitung, englisch The Namibian
Währung: 1 DM = 3,3 N$
Einreise: reisePass gültig min 6 monate, kein visum für Europäer, barGeld darf nur bis 500 N$ eingeführt werden, ausländische devisen unbegrenzt. VideoKasetten und filme gibt es (leicht verteuert) in allen grösseren dörfern. Elektrizität ist überall, voltSpannung beträgt 220/240.

Es gibt zwei Namibias: das des reichen touristen und das des ruckSackReisenden.
Der reiche wird vom flugPlatz abgeholt und direkt zur farm gebracht. Dort lässt man ihn keinen augenblick aus den augen (oder vielmehr seinen geldSack, wobei ihm erklärt wird, es geschehe zu seinem schutz vor tieren und schwarzen). Überall, wo er hinwill, erfährt er begleitung. Möchte er sich was kaufen oder essen gehen - die lodge bietet alles. Safaris, natürlich hockt er umgeben von vertrauensvollen schwarzen fährtenLesern und plappernden weissen führern. Wird er sich einmal selbst überlassen, so darf er in der sonne liegen, um später die rechte erholungsBräune vorweisen zu können. Oder er schaut sich sonnenUntergänge an, die ihm das bild des wunderbar herrlichen Namibias abzurunden verhelfen. Abends setzt er sich die rosarote sonnenBrille ab und schneuzt sich emphatisch ins taschenTuch. Schliesslich hat er jetzt etwas zu erzählen, von Namibia, dem seine dreiwöchige aufmerksamkeit galt.
So oder nicht viel anders wird es jedem ergehen, der sich über eine voll(-trottel)betreuung der reiseBranche ans messer liefert. Aber warum nicht. Letztlich ist er wieder erholt und fit gemacht für die nächsten 340 (arbeits-)tage des jahres.
Wer aber das wahre Namibia kennenlernen will, der sollte individuell reisen. Zu mehreren oder alleine, im mietAuto oder per bahn. Die reiseBüros ziehen ihn über den leisten, belügen ihn in seinen möglichkeiten und beschneiden ihn von der wirklichen welt. Dafür erhält er einen abgesicherten urlaub.


Ebenso sicher kann aber auch eine individualReise sein. Denn die schwarzen plündern und brandschatzen nicht unisono, die strassen kommen überall an. Die in Namibia lebenden weissen sind an wartung und pflege dessen interessiert, was sie nützen. Darunter fallen neben einer der besten krankenHausVersorgungen in Afrika das trinken von leitungsWasser und der ausbau des strassenNetzes. Über alles andere sind die informationen spärlich. Schuld daran ist allerdings das ministerium für tourismus. Es will geld, und zwar für sich. Sie glauben, ruckSackTouristen lassen nichts im lande, denn die nehmen ja keine teuren dienstLeistungen wahr. Aber sie bleiben dreimal so lange. Das geld, das sie in dieser zeit ausgeben, ist nicht zu unterschätzen. Doch es wird wohl eher denen zugute kommen, die das niveau unterer preisKategorien anbieten. Den ärmeren halt. Das interessiert die lobby in Namibia nicht.
Deshalb hat der individualReisende mit mehr unwägbarkeiten zu kämpfen. Er erhält wenig informationen über bus und bahn (s. timeTables). Dafür erfährt er aber mehr über land und leute, mensch und natur, aber auch über armut und korruption.
Vor allem mit dem auto (was natürlich aufgrund der mobilität wie auch unterkunft und essen zu den teuren angelegenheiten zählt - woran stets die touristenBranche profitiert) kann man tief im land auf entdeckerTouren gehen. Überall stehen camping- und parkPlätze zur verfügung. Die bezinVersorgung ist mittlerweile gut, obwohl es angeraten ist, immer über eine reserve zu verfügen. Ausserhalb der hauptStrasse empfiehlt sich vierRadAntrieb. Fast alle autoVermieter bieten auch campingAusrüstung und selbstVersorgung an. Buchen ist immer vor ort zu empfehlen. Am teuesten sind die versicherungen, deren kaution in der regel zurück bezahlt wird ( wobei man chancenlos ist, sollte auch nur der kleinste kratzer da sein. Selbst flugSandSchäden werden als selbstverschuldet verrechnet-> s. auto).
Auch mit dem bus kommt man in entlegene regionen, aber diese fahren, wann sie wollen. Dafür gibt es überall sammelTaxis, die einen nach individuellem wunsch befördern. Ausser in parks (nur mit permits) kann überall hingereist werden. Auf privatGrund sollte man vorher die genehmigung des farmers einholen. Alles sauber hinterlassen. Dafür entlohnt einen die natur mit der vielfalt und exotik ihrer fauna und flora.
Sehenswürdigkeiten wie grotten und historische ereignisStätte liegen oft auf privatLand. Da hat man eintritt zu entrichten.
- Klimabedingt ist die beste jahresZeit juni-september. Hier werden allerdings oft die preise angezogen.
- An sonn- und feierTagen haben die geschäfte offiziell zu, superMärkte und bars oftmals jedoch noch eine weile auf.
- Surfen im internet kostet 8..10$ für 1/2 h (eMail fällt auch darunter, auch wenn es nur 10 sec dauert).

Ankunft: Air Namibia fliegt täglich von Frankfurt. AnschlussZüge bis/von dort sind im ticket inbegriffen. Das gilt auch für die S- oder nahBahn. Vom hauptBahnhof gelangt man mit der S8 über 3 stationen zum flugHafen. Der flug selbst dauert 8 stunden und geht des nachts über Italien, Tunesien, Kamerun und ab da von der küste ins landesInnere Namibias. Ankunft 42 km nordöstlich von Windhuk. SpielzeugPflanzen werden zu AffenbrotBäumen.
Im flugHafenGebäude ist ein sehr günstiger wechselSchalter. Der shuttleVerkehr airport-Windhuk kostet 40$ und dauert eine halbe stunde. Mit diesem service von Intercape kann auch wieder zurück gefahren werden. Andere miniBusse sind nicht so empfehlenswert, selbst wenn sie denselben preis verlangen. Sie sind bei unfall nicht versichert, und die fahrer wollen oftmals bei nicht passender bezahlung nicht herausgeben!
Die billigsten varianten, durch Namibia zu reisen, bilden bus und bahn. Da sie allerdings nicht häufig von den weissen genützt werden, wird in sie kein geld gesteckt. Sie verfallen zusehens. Einzig die strecke Windhuk - Swakopmund ist gepflegter (2-klassig) und auch sicherer. Bis nach mitternacht werden auf englisch spielFilme gezeigt. In der regel sitzen die leute in der 2. klasse hintereinander über kreuz, so dass jeder auf dem runter klappbaren sitz der vorderReihe seine beine ausstrecken kann. Schliesslich fahren alle züge über nacht. Der nachteil ist, man kriegt kaum was von der natur mit, und ein- und aussteigen geschieht zu unpassender zeit. Aufgrund von rangierungen und warten auf anzuschliessende güterWaggons kommt es häufig zu 1 bis 2-stündigen verspätungen.
Die anderen züge haben nur eine klasse mit abteilen, in denen je 6 seitenBetten ausgeklappt werden können. Die schwarzen sind alle sehr freundlich, singen manchmal, reden immer, schlafen viel. Kontakt kann schnell kommen. Aber vorsicht: jungen männern ist oft nicht zu trauen, vor allem, wenn sie sich hilfreich aufdrängen. Immer ein auge aufs abgeschlossene gepäck, das möglichst hautnah bei sich haben. Geld, tickets und pass sowieso. Die linie nach Tsumeb ist berüchtigt.
Alle schwarzen haben ihren stammesDialekt. Ihre gemeinsame sprache ist africaans, ein gemisch aus holländisch, flämisch und englisch. Auch alle eingeborenen weissen können es und sprechen es sogar unter sich. Sie werden deshalb auch schlappOhren genannt (wingnuts=flügelSchrauben).

- Der kontrast zwischen der mannigfaltigkeit der natur (abnehmend) und der niederträchtigkeit des menschen (zunehmend) ist schillernd. Auf der einen seite die milliardenalte evolution von pflanzen und tieren - auf der anderen der aus ihr herausgerissene schwarze und der sie zerstörende weisse. Eine entsprechende vorbereitung minimiert überraschungen.

Wer die kultur eines landes vestehen will, sollte ihre sprache lernen.
goeie môre (chuie) - guten morgen     goeie middag - guten mittag     goeie naant - gute nacht
gee my een (chie mei ien) - gib mir ein
bier (bir) - bier     melk - milch     brood - brot
waar is die straat/hotel/restaurant - wo ist die strasse...
hoe gaan dit met you (hu chan det met jou) - wie gehts dir
ek is okay - mir gehts gut
waneer gaan ons weer ontmoet (wanier chan ons wier ontmut) - wann sehen wir uns wieder/wiedertreffen
hon laat is dit non - wie spät ist es     een uur (ir) - ein uhr
ek is honger - ich habe hunger     ek is dors - ich habe durst
moeg - müde     gelukkig (chelukich) - glücklich
danki - danke     aseblief - bitte     totsins - tschüss
ek hou van jou - ich mag dich
nee - nicht     en - und
maandag, dinsdag, woensdag, donerdag, vrydag, saterdag, sondag
nul, een, twee, drie, vier, vyf, ses, sewe, agt, nege, tien (tin)