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Seit der unabhängigkeit dürfte es eigentlich keinen rassismus mehr
geben. In der tat begegnen sich weisse und schwarze relativ gleichrangig
in den bars und restaurants. Doch der normale alltag birgt immer noch
reste der alten apartheid. Weisse können sich auf den strasse wesentlich
ungezwungener verhalten als schwarze. Wenn sie betrunken beim autoFahren
erwischt werden, können sie glück haben und ungestraft davonkommen,
ist ihnen der polizist bekannt. Auch beim hasch konsumieren wird bei
weissen des öfteren ein auge zugedrückt.
Grundsätzlich stellt sich die frage, ob die nach wie vor nicht bestehende gleichheit in der schulAusbildung und im späteren berufsLeben auch grundÜbel des rassismus sind. Oder ist es doch nur eine schichtenAufteilung nach arm und reich? In jedem fall sind diejenigen schwarzen wesentlich aggressiver gegenüber den weissen geworden, die politisch der Swapo nahe stehen oder irgendwie vor der unabhängigkeit besonders schlecht behandelt wurden. Sie treten ziemlich skrupelos gegenüber den touristen auf, pöpeln sie an, rauben sie ausserhalb der stadtZentren und in abgelegener savanne aus. Kleinere farmen, auf denen ältere weisse wohnen, werden überfallen, geplündert und die menschen ermordet. In ausserhalb befindlichen gebieten befreit sich der alte, lang aufgestaute hass in gefährlichen begegnungen. Selbst schwarze sind nicht mehr sicher. Vor allem in SüdAfrika, wo die apartheid am stärksten war, wagen selbst sie sich nachts nicht mehr auf die strassen. Sicherlich wird hier dieselbe fragwürdigkeit sichtbar, die die apartheid kennzeichnete: eine menschenverachtende und kriminelle einstellung. Ein weiterer klagePunkt, der Namibia bei seinem aufstieg im weg stehen könnte.
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